Streichquintett

Schubert Quintett

Die fünf Musikerinnen und Musiker des Schubert Quintetts mit ihren Streichinstrumenten.

Fünf herausragende junge Musikerinnen und Musiker finden im Oktober 2026 erstmals als Streichquintett zusammen – Anlass sind Konzerte auf dem historischen Stradivari-Quintett im Palacio Real Madrid.

Sophie Druml · Benjamin Herzl · Eike Coetzee · Ania Druml · Simon Tetzlaff

Fünf herausragende junge Musikerinnen und Musiker ihrer Generation finden im Oktober 2026 erstmals in dieser besonderen Besetzung als Streichquintett zusammen: an der Violine Sophie Druml und Benjamin Herzl, an der Viola Eike Coetzee sowie am Violoncello Ania Druml und Simon Tetzlaff. Sie kennen einander aus Studienzeiten und aus einem eng verbundenen internationalen Musikerkreis; ihre individuellen Wege führten sie bereits auf bedeutende Konzertpodien, zu renommierten Festivals und in die Zusammenarbeit mit namhaften Künstlerpersönlichkeiten. Anlass für ihr erstmaliges gemeinsames Musizieren sind die Konzerte am 21. und 22. Oktober 2026 im Palacio Real in Madrid. Dort erhalten die fünf Musiker die außergewöhnliche Gelegenheit, gemeinsam auf dem historischen Stradivari-Quintett der königlichen Sammlung zu musizieren. Gerade aus diesem besonderen Anlass entsteht eine neue Formation, in der unterschiedliche musikalische Prägungen, solistische Erfahrung und eine gemeinsame Begeisterung für Kammermusik aufeinandertreffen.

Sophie Druml hat sich als Geigerin und Pianistin eine vielseitige internationale Konzerttätigkeit aufgebaut. Die Mittelbayerische Zeitung würdigte sie als „Ausnahmetalent“, die Kleine Zeitung zählt sie gemeinsam mit ihrer Schwester Ania zu den „Shootingstars der heimischen Musikszene“. Als Solistin und Kammermusikerin führten sie Auftritte auf vier Kontinente und in Säle wie die Berliner Philharmonie, das Lincoln Center New York, die Chicago Symphony Hall, die Boston Symphony Hall und das Sydney Opera House. Zu ihren jüngeren Orchesterengagements zählen Auftritte mit den Wiener Symphonikern, der Bodensee Philharmonie und dem Fargo-Moorhead Symphony Orchestra. In der Saison 2026/27 interpretiert sie in einem Konzert mit der Beethoven Philharmonie sowohl Beethovens 2. Klavierkonzert als auch seine Romanzen für Violine und Orchester. Prägende künstlerische Impulse erhielt sie unter anderem von Jacques Rouvier, Claudio Martínez Mehner, Benjamin Schmid, Rainer Schmidt, Emmanuel Tjeknavorian, Julian Rachlin und Lisa Batiashvili.

Benjamin Herzl zählt zu den vielseitigsten österreichischen Geigern seiner Generation. Er ist Preisträger des Internationalen Brahmswettbewerbs und Gewinner des von Vadim Repin gestifteten Mozart-Preises. Seine Ausbildung führte ihn vom Mozarteum Salzburg an die Wiener Musikuniversitäten zu Christian Altenburger und Julian Rachlin; wichtige künstlerische Impulse erhielt er darüber hinaus von Christian Tetzlaff, Pierre Amoyal, Ivry Gitlis, Benjamin Schmid und Vadim Gluzman. Als Solist und Kammermusiker gastiert Herzl auf renommierten Bühnen und bei internationalen Festivals. Dabei musizierte er mit Künstlerinnen und Künstlern wie Imogen Cooper, Julia Hagen, Julian Rachlin, Beatrice Rana, Fazil Say und Thomas Zehetmair. Neben seiner solistischen Tätigkeit nimmt die Kammermusik einen zentralen Platz in seinem künstlerischen Schaffen ein und führt ihn regelmäßig mit Musikerpersönlichkeiten unterschiedlicher Generationen zusammen.

Eike Coetzee, 2002 in Kapstadt geboren, gehört zu den profilierten jungen Bratschisten seiner Generation. 2025 wurde dem namibischen Musiker das Elsie Kühn-Leitz Stipendium verliehen; zuvor gewann er unter anderem den Grand Prix der Szymon Goldberg International Competition 2023 und war Semifinalist der International Max Rostal Competition 2024. Er konzertierte bei der Kronberg Academy und arbeitete dort unter anderem mit Gidon Kremer, Gary Hoffman und Miklós Perényi. Coetzee studiert bei Tabea Zimmermann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Weitere künstlerische Impulse erhielt er unter anderem von Roland Glassl, Thomas Riebl, Ettore Causa und Friedemann Eichhorn. Seine Konzerttätigkeit verbindet solistische Auftritte mit einer besonderen Affinität zur Kammermusik.

Ania Druml ist als Cellistin und Pianistin tätig und studiert Violoncello an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Reinhard Latzko sowie Klavier bei Stefan Vladar. Konzertreisen, Preise und Auszeichnungen führten sie unter anderem nach China, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, in die Niederlande, nach Russland, in die Schweiz und in die USA. Sie war zu internationalen Akademien wie der Geneva International String Academy und der Kronberg Academy eingeladen und arbeitete dort unter anderem mit Peter Bruns, Wolfgang Emanuel Schmidt und Frans Helmerson. Als Solistin trat sie mit verschiedenen Orchestern auf; 2025 gab sie ihr USA-Debüt mit dem Fargo-Moorhead Symphony Orchestra. Neben ihrer solistischen Tätigkeit widmet sie sich intensiv der Kammermusik. Die Kleine Zeitung würdigte ihren „wunderbar weichen Ton“.

Simon Tetzlaff, 1997 in Frankfurt in eine Musikerfamilie geboren, wurde 2024 mit dem Preis der Janos Starker Foundation ausgezeichnet. Als Solist trat der Cellist unter anderem mit dem Orchestre Royal de Chambre de Wallonie, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und der Hamburger Camerata auf; sein Solistendebüt in der Hamburger Elbphilharmonie gab er 2020. Einen besonderen Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit bildet die Kammermusik: Er musizierte unter anderem mit Rainer Schmidt, Guy Braunstein, Alina Ibragimova, Benjamin Beilman und Christian Tetzlaff. Nach Studien bei Susan Müller-Hornbach und Julian Steckel sowie einem Solistendiplom bei Ralph Kirshbaum studiert er aktuell bei Clemens Hagen am Mozarteum Salzburg. Seine Konzerttätigkeit führt ihn als Solisten und Kammermusiker auf internationale Podien.

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von Lene Saile.