sistergold im Pabellón Mies van der Rohe

sistergold im Pabellón Mies van der Rohe

Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums gab das weibliche Saxophonquartett „sistergold“ am vergangenen 17. September ein Konzert im Pavillon Mies van der Rohe.

Musik und Bauhaus 100. Ein Bruch mit tradierten Vorstellungen und alten Lebenswelten, ein Neudenken in Kunst und Architektur, in Design und Pädagogik: Mit dem Bauhaus begründete Walter Gropius 1919 eine der bedeutendsten Schulen für Gestaltung, die bis heute Impulse zu vergeben mag. Das Bauhaus hat einen wichtigen Beitrag für die avantgardistische Gestaltung im 20. Jahrhundert geleistet – das gilt auch für die Musik. Zwar gab es am Bauhaus keine Musikwerkstatt, weder in Weimar noch in Dessau, dennoch spielte Musik hier eine vielfältige Rolle. Lyonel Feininger komponierte Fugen, der Pianist und Komponist Eduard Erdmann war ein gern gesehener Gast und László Moholy-Nágy wollte die Oberfläche von Schallplatten bearbeiten, um so rhythmisierte Geräuschfolgen zu kreieren. Zum Bauhausjubiläum wurde die Architektur des Pabellón mit einem ganz besonderen und sehr unterhaltsamen Programm in Bezie- hung zueinander gebracht. sistergold, ein Saxophonquartett bestehend aus Bariton-Sister Kerstin Röhn, Tenor-Sister Sigrun Krüger, Alt-Sister Elisabeth Flämig und Sopran-Sister Inken Röhrs begeisterten das Publikum mit einem sehr vergnüglichen Programm, gespielt mit musikalischer Perfektion und ansteckender Begeisterung. Das Programm führte uns zurück in die „Goldenen Zwanziger“, die den Staub der wilhelminischen Zeit hinter sich ließen. Architektur, Musik, Literatur, Kunst, Tanz, Theater finden neue Ausdrucksformen, für die auch das Bauhaus steht – und damit auch der emblematische Pabellón von Mies van der Rohe aus dem Jahr 1929.

Ein musikalischer Abend mit viel Spaß!

Galerie

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Gemacht mit

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von Lene Saile.